Egal ob im tiefsten Winter oder in heißen Sommernächten: Die richtige Bettdecke ist ein Muss für erholsame Nächte. Doch welches Modell passt zu welchem Schlaftyp? Für Allergiker müssen Füllmaterial und Bezug zum Beispiel anders beschaffen sein als für Menschen, die nachts stark schwitzen. Aber keine Sorge: Mit den folgenden Tipps finden Sie bestimmt die perfekte Bettdecke!

Gute Bettdecken: Worauf es wirklich ankommt

Bettdecke ist nicht gleich Bettdecke. Damit Sie nachts weder frieren noch schwitzen, allergische Reaktionen nicht auftreten und sich die Decke auf der Haut bequem anfühlt, müssen bei der Auswahl einige Faktoren bedacht werden:

  • die richtige Größe
  • das richtige Füllmaterial und der passende Bezug
  • die passende Versteppung des Füllmaterials
  • die Stoffqualität
  • das Hautgefühl


Für ein weiches, angenehmes Gefühl beim Zudecken reicht ein hochwertiger Füllstoff nicht aus: Erst wenn der Bezug möglichst feinmaschig ist, kommt die Füllung gut zur Geltung. Baumwollbezüge und feiner Batist zum Beispiel sind hautfreundlich.

Die richtige Bettdecke ist perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Das heißt: Sie passt zu Ihrem persönlichen Wärmeempfinden und der Jahreszeit, lindert die Symptome bei Allergien und ergänzt die Raumbedingungen in Ihrem Schlafzimmer. Schließlich mögen es manche kuschelig warm beheizt, während andere niedrige Raumtemperaturen lieben. Fakt ist: Bei so vielen individuellen Vorlieben kann es gar nicht die eine, universal passende Bettdecke geben!

200 x 200? Die Größe der Bettdecke 

Das erste Fragezeichen erscheint bereits bei der Bettdeckengröße. Denn neben dem gängigen Format 135 x 200 cm, das für die meisten Menschen mit einer Körpergröße bis zu 1,80 m gut passt, gibt es auch Bettdecken im Format 155 x 220 cm.

Wo liegt also der effektive Unterschied? Ganz einfach in der Tatsache, dass die breitere Decke noch mehr Komfort für eine Einzelperson bietet. Wenn Sie sich also gerne besonders tief in Ihre Bettdecke kuscheln, ist das Format 155 x 220 cm eine perfekte Wahl.

Die Größe der Bettdecke

Eine Bettdecke im Format 200 x 200 cm oder gar 200 x 220 cm bietet genug Platz für zwei Personen oder ist eine luxuriöse Option für Einzelpersonen. Wenn Sie allerdings zu zweit unter der großformatigen Bettdecke schlafen, sollten beide ein ähnliches Wärmebedürfnis haben. Herrschen in dieser Hinsicht ganz unterschiedliche Vorlieben, ist es sinnvoller, zwei einzelne Bettdecken zu wählen.

Die Größe ist allerdings längst nicht das einzige Kriterium, das die beste Bettdecke für Ihre Bedürfnisse ausmacht! Wie sieht es zum Beispiel aus, wenn Sie eine Hausstaub- oder Tierhaarallergie haben oder nachts viel schwitzen?

Die beste Bettdecke für Allergiker

Ein Faktor, der viele Menschen nachts vom Schlafen abhält, ist eine Hausstauballergie. Der Begriff ist allerdings etwas irreführend, denn die allergischen Reaktionen werden nicht etwa vom Staub selbst hervorgerufen. Vielmehr werden sie von Hausstaubmilben bzw. deren Kot verursacht.

Die winzigen Milben leben von abgestorbenen Hautschüppchen im Bett und haben in einem feuchten, sehr warmen Bettklima einen idealen Lebensraum. Die Lösung lautet also: atmungsaktive Bettwaren und häufiges Wechseln der Bettwäsche!

Daunendecke von LaModulaWird nämlich Feuchtigkeit, die wir nachts verlieren, von der Bettdecke aufgenommen und auch wieder abgegeben, entsteht ein trockenes Schlafklima: schlechte Zeiten für Hausstaubmilben! Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche und gelegentlich auch der Decke bei 60°C tötet alle Milben ab.

Wer unter Hausstauballergie leidet, schläft also zum Beispiel viel ruhiger unter einer Daunenbettdecke, da es sich um ein atmungsaktives Füllmaterial handelt. Und falls Sie gegen Tierhaare allergisch sind, bieten sich Pflanzenfasern wie etwa Mais als Material für die Bettdecke an.

Die beste Bettdecke für Schwitzer

Ob wir nachts viel schwitzen, wird maßgeblich von der Bettdecke beeinflusst: Rund 80 Prozent des Schlafklimas entstehen durch Deckenbezug und -füllmaterial! Zudem verlieren Menschen im Schlaf bis zu einem halben Liter Flüssigkeit – gute Gründe also, nächtliches Schwitzen durch die passende Bettdecke einzugrenzen.

Wenn Sie nachts oft schweißgebadet aufwachen, brauchen Sie ganz eindeutig kühlende Materialien beim Bettdeckenbezug und ein atmungsaktives Füllmaterial. Saugfähig und nicht zu wärmend sollte Ihre Bettdecke in diesem Fall ebenfalls sein.

Eine bauschige, dicke Daunendecke mit hoher Wärmeentwicklung ist hier womöglich nicht die beste Wahl, während Sie unter einer TENCEL-Bettdecke nicht so schnell ins Schwitzen kommen. TENCEL wird aus Holz-Pflanzenfasern gewonnen und gibt aufgenommene Feuchtigkeit sehr schnell wieder ab. So entsteht ein noch besserer Kühleffekt als bei Leinen.

Als Alternative bietet sich eine Seiden-Bettdecke an: Auch dieses Material nimmt Feuchtigkeit sehr gut auf. Ob eine Bettdecke ausreichend wärmend oder kühlend ist, hängt aber natürlich genauso immer von der Jahreszeit ab.

Die beste Bettdecke für Sommer und Winter

Keine Frage: Wenn draußen Minusgrade herrschen, braucht man eine andere Bettdecke als im Hochsommer. Praktischerweise gibt es sogenannte Vierjahreszeitendecken, die über das ganze Jahr hinweg im Einsatz sein können. Denn sie bestehen aus einer dünnen Sommer- und einer dicken Winterdecke, die miteinander verknüpft werden. Mit dieser frei variierbaren Kombination sind Sie für jede Temperaturschwankung gerüstet!

Achten Sie bei der Auswahl auch auf die Wärmekategorie. Sie wird meist auf dem Etikett angegeben und verrät, wie wärmend die Decke ist. Die Skala reicht von Kategorie 1 (für warme Schlafzimmer und Sommernächte) bis Kategorie 4 (für kühle Schlafzimmer und Winternächte oder die Übergangszeit).

Natur oder Synthetik: die beste Bettdecken-Füllung

Die Füllung Ihrer Bettdecke trägt wesentlich zur Schlafqualität bei. Auch hier lohnt es sich, ganz genau die Eigenschaften der verschiedenen Materialien zu vergleichen – und im Zweifelsfall etwas mehr in hohe Qualität zu investieren. Schließlich soll die Bettdecke Sie für viele Jahre begleiten!

Bettdecken mit Naturfaser-Füllung

Naturmaterialien haben in der Regel ein höheres Gewicht als leichte Kunstfasern. Das heißt nicht, dass sie beschwerend wirken, vielmehr ergibt sich daraus ein unvergleichlich kuscheliges Gefühl beim Zudecken. Eine Decke mit Naturfüllung bringt mehr Bauschkraft und Komfort im Bett mit.

Kamelhaardecke von LaModulaDaneben steht die Tatsache, dass Naturfasern für ein sehr gutes Bettklima sorgen, indem sie Temperatur- und Feuchtigkeitshaushalt regulieren. Das ist nur logisch, müssen sich doch die Tiere bzw. Pflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum ebenfalls allen möglichen Witterungen anpassen können. Naturfasern als Füllmaterial machen die Bettdecke sehr langlebig, besonders dann, wenn sie von biologischer Qualität sind. Das mag in der Anschaffung etwas mehr kosten, bedeutet aber auf lange Sicht ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – und ein umweltbewusstes Kaufverhalten.

Bettdecken mit Kunstfaser-Füllung

Viele Kunstfasern stehen Naturmaterialien in nichts nach, was Strapazierfähigkeit, Waschbarkeit und Allergiefreundlichkeit betrifft. Hohl- und Mikrofasern bringen oft einige durchaus positive Eigenschaften mit. Allerdings gilt auch: Als Kunde kann man nie ganz sicher sein, wie die Fasern behandelt bzw. hergestellt wurden.

Der Bettdecken-Vergleich: Daunen oder Federn?

Daunen sind ein äußerst beliebtes Naturmaterial bei Bettdecken. Allerdings besteht oft Unklarheit, welcher Standard hier der beste ist: 100 Prozent Daunen oder doch lieber eine Mischung? Welche Daunenart ist eigentlich die beste? Ist Daunendecke nicht gleich Daunendecke? Hier erfahren Sie die Antworten!

Weiche Füllung mit feinem Unterschied

Vorweg sei gesagt: Auch Daunen sind natürlich Federn. Der Unterschied besteht allerdings in deren Struktur. Eine ganz normale Vogelfeder ist lang, eher fest und gleichmäßig verästelt. Der Kiel ist dicker, sodass die Feder schnell durch den Deckenbezug stechen könnte. Bei der schneeflockenförmigen Daune hingegen ist die Verästelung viel feiner.

So kann Luft zwischen den einzelnen Federchen eingeschlossen und wieder abgegeben werden. Die Daunen sind leichter, liefern aber trotzdem eine höhere Wärmeleistung und sind wesentlich atmungsaktiver. Daher eignen sich Bettdecken mit Daunenfüllung sehr gut für Menschen mit hohem Wärmebedürfnis oder auch mit Hausstauballergie.

Gänsedaunen oder Entendaunen?

Einen weiteren feinen Unterschied gibt es bei der Daunenart: Gänsedaunen haben einen noch dichteren Flaum und sind etwas größer als Entendaunen. Die elastischen Federn haben einen gekrümmten statt einen geraden Kiel und springen dadurch immer wieder in ihre Ursprungsform zurück. Sie sind geformt wie eine Schneeflocke und wirken dank der unzähligen feinen Verästelungen noch isolierender. Übrigens: Die Königin unter den Daunenfedern ist die Eiderdaune.

Wieviel Gramm Daunen sollte eine Bettdecke haben?

Bei einer hochwertigen Daunendecke gilt: Je höher der Daunenanteil, desto besser die Qualität. Viele Daunen in der Bettdecke bedeuten aber nicht, dass die Decke dadurch schwerer wird. Im Gegenteil: Daunen sind ein sehr leichtes Füllmaterial und werden deshalb zum Beispiel auch gerne für Outdoor-Equipment wie Schlafsäcke verwendet.

Wie viel Gramm Daunen sollte eine Bettdecke haben?

Eine Bettdecke mit 100 Prozent Daunenfüllung sollte jedoch gut versteppt sein, denn so bleiben die feinen Federn gleichmäßig darin verteilt. Eine gängige Form ist die Kassettensteppung. Das bedeutet, dass die Decke in 4 x 6 Einzelabteilungen oder mehr unterteilt ist. Je mehr Kammern die Bettdecke aufweist, desto hochwertiger ist sie.

Wer sich für eine Daunenbettdecke entscheidet, sollte jedoch immer auch den Tierschutz beachten: Vertretbar sind nur Daunen, die nicht aus Lebendrupf stammen. 

So finden Sie die beste Bettdecke der Welt

Die Bettdecke ist nachts unser liebster Begleiter. Ob als leichter Überwurf im Sommer oder als kuschelige Höhle in kalten Winternächten: Ohne sie schläft es sich nur halb so gut! Da ist es kein Wunder, dass man beim Neukauf oft lange überlegt.

Wenn man weiß, worauf es bei einer Bettdecke wirklich ankommt, muss die Entscheidung aber gar nicht schwerfallen. Im Grunde müssen Sie sich nur folgende Fragen beantworten:

  • Welche Raumtemperatur herrscht in der Regel in Ihrem Schlafzimmer?
  • Frieren oder schwitzen Sie nachts eher?
  • Was ist Ihr persönliches Wärmebedürfnis?
  • Teilen Sie dieses mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin?
  • Fühlen Sie sich wohler mit Natur- oder Synthetikfasern?
  • Haben Sie eine Hausstaub- oder Tierhaarallergie, die Sie oft vom Schlafen abhält?


Werden alle Punkte berücksichtigt, stellt sich schnell heraus, welches Material und welche Größe Ihre perfekte Bettdecke haben muss. Wenn Sie Ihre neue Bettdecke nun noch gründlich lüften und die Bettwäsche regelmäßig wechseln, können Sie auch nach Jahren noch sagen: Meine Bettdecke ist die beste der Welt!

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