Holzarten und deren Verwendung

Wie viele Baumarten gibt es auf der Welt? Das wissen wir bis heute nicht! Mehrere 10.000 botanische Baumarten sind bekannt – und ebenso vielfältig sind die Holzarten. Hier finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Eckdaten.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. An welchen Eigenschaften erkennt man Holzarten?
  2. Übersicht & Vergleich: Welche Holzarten gibt es?
  3. Verwendung
  4. Preise

An welchen Eigenschaften erkennt man Holzarten?

Wer auf einen Blick verschiedene Holzarten bestimmen möchte, braucht etwas Übung. An sich gibt es einige Merkmale, die bei einer ersten Unterscheidung helfen:

  • Holzfarbe
  • Maserung
  • Struktur der Poren
  • Dichte bzw. Gewicht des Holzes

Nicht jede Holzsorte kann beliebig zu jedem Zweck eingesetzt werden. Manche Hölzer werden besonders oft als Bodenbelag genutzt, andere für Bauprojekte oder sie werden zu Massivholzmöbeln verarbeitet.

Holz: Eigenschaften und Verwendung

Hier ein paar Möglichkeiten, wie verschiedene Holzarten eingesetzt werden können:

  • Fensterrahmen und Türen
  • Bodenbelag oder Treppen
  • Möbelbau
  • Instrumentenbau
  • Hausbau (Dachkonstruktionen, Außenfassaden, Balkone, …)

Aber wie können Sie nun von den einzelnen Kriterien auf eine bestimmte Holzart schließen?

Übersicht und Vergleich: Welche Holzarten gibt es?

Hell oder dunkel? Deutlich gemasert oder möglichst dezent? Hartholz oder eher elastisches Holz? Und natürlich die große Frage: Woher kommt das Holz? Die Auswahl an Holzprodukten ist riesig.

Die Farbe: helle und dunkle Holzarten

Holz dunkelt im Laufe der Zeit nach, das ist ein ganz natürlicher Prozess. Wie kann man da von „hellen“ oder „dunklen“ Hölzern sprechen? Nicht jede Holzsorte dunkelt gleich intensiv bzw. schnell nach. Buche beispielsweise wird nur geringfügig dunkler, während Massivholzschränke aus Edelkastanie nach einigen Jahren einen deutlich dunkleren Farbton aufweisen als am ersten Tag. 

Holzarten sind also nicht nur hell oder dunkel, sondern in vielen Schattierungen vertreten:

  • braun/hellbraun
  • rotbraun
  • weißlich
  • gelblich
  • grau bis schwarz

Helle Holzsorten

Dunkle/rötliche Holzsorten

  • Ahorn
  • Birke
  • Apfelbaumholz
  • Douglasie
  • Esche
  • Eukalyptus
  • Fichte
  • Kiefer
  • Tanne
  • Zirbe

Dichte und Härte: Hartholzarten oder biegsames Holz

Was ist Hartholz? Die Unterscheidung in hartes und weiches Holz ist schnell erklärt:

  • Die Holzhärte wird anhand der sogenannten Darrdichte Sie wird in kg/m³ angegeben. Der Grenzwert liegt bei 550 kg/m³.
  • Hartholz hat eine Darrdichte von mehr als 550 kg/m³.
  • Weichholz hat eine Darrdichte von unter 550 kg/m³.

Viele Holzhändler und Informationsseiten im Internet geben die Darrdichte als Orientierungswert an. Sie können also mit dieser Faustformel relativ gut abschätzen, ob es sich um hartes Holz handelt oder nicht.

Allerdings ist die Darrdichte nicht ISO-genormt – anders als die BRINELL-Widerstandsmessung (ISO 3350). Dabei wird eine Hartmetallkugel 15 Sekunden lang in einen hölzernen Prüfkörper gedrückt, 30 Sekunden dort belassen und nach 15 Sekunden erneut entfernt. Dann wird die hinterlassene Druckfläche gemessen. Durch den Klimawandel sollte die BRINELL Messung regelmäßig durchgeführt werden, da sich die Holzfasern ändern und somit die Dichte variieren kann.

Je höher die Holzdichte, desto höher die Druckfestigkeit.

Hartholz Elastisches/biegsames Holz 
  • Ahorn
  • Apfel
  • Birke
  • Birnenbaum
  • Buche/Weißbuche
  • Eibe
  • Eiche
  • Esche
  • Ahorn
  • Erle
  • Fichte
  • Kiefer
  • Kirschbaum
  • Lärche
  • Linde
  • Tanne

Muster und Maserung des Holzes

Jedes Stück Holz ist einzigartig – und doch gibt es einige optische Eigenschaften, die sich die Holzarten jeweils teilen. Manche haben eine sehr ebenmäßige bis unauffällige Maserung. Andere wiederum weisen auch in der verarbeiteten Form deutlich erkennbare Eigenheiten auf. Hier nur 2 von vielen Beispielen:

  • Wildeichenholz ist eine spezielle Sortierung der Eiche. Diese spezielle Eichensorte hat mehr Astlöcher oder Risse im Holz als ihr „braver“ Verwandter, die Eiche. Durch die „wilde“ Maserung wirkt es rustikaler.
  • Kastanienbetten erkennen Sie sofort an der Maserung und Textur. Denn das Edelkastanienholz hat große, ringförmige Poren und die Jahresringe sind deutlich erkennbar.

Tropisches Holz oder heimische Holzarten

Tropenhölzer wie Mahagoni und Teak sind schön anzuschauen und daher ein beliebtes Material für Möbel oder Bodenbeläge. Allerdings zu einem hohen Preis. Viele tropische Hölzer werden aus Südostasien o. Ä. importiert und haben lange Transportwege.

Das Geschäft mit dem Tropenholz führt zur Abholzung von Waldgebieten oder das Holz wird auf Plantagen herangezogen, was für Flora und Fauna vor Ort gravierende Folgen hat. (Mehr dazu in unserem Vergleich von Tropen- und heimischem Holz!)

tropisches Holz vs. heimisches Holz

Sind damit heimische Hölzer grundsätzlich besser? Ja und nein, denn „heimisch“ ist nicht gleich regional und sagt nichts über die Verarbeitungsweise aus. Daher ein paar Tipps, woran Sie nachhaltige Produkte aus heimischen Hölzern erkennen:

  • Informieren Sie sich beim Händler, woher das Holz kommt. Zirbenbetten von LaModula werden aus alpenländischem Zirbenholz hergestellt.
  • Fragen Sie zudem, ob das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.
  • Achten Sie auf die Verarbeitungsweise: Wird das Holz mit Lacken bearbeitet, gebeizt oder in einem möglichst natürlichen Zustand belassen?
  • Bedenken Sie den Preis! Bei wirklich günstigen Holzprodukten ist nachhaltige Wirtschaft eher unwahrscheinlich.

Je mehr Informationen Ihnen ein Händler geben kann, desto besser!

LaModula verwendet ausschließlich europäisches Massivholz aus nachhaltiger europäischer Forstwirtschaft. Jedes einzelne Holzbrett ist handselektiert und wird sorgfältig geprüft.

Tropenholz

Heimisches Holz

  • Abachi
  • Bangkirai
  • Bilinga
  • Eukalyptus
  • Mahagoni
  • Meranti
  • Padouk
  • Palisander
  • Sapelli
  • Teak

Holzarten und Möbel: eine Übersicht zur Verwendung

Welches Holz soll es werden? Hier einige Tipps für alle, die in Möbel aus Holz investieren wollen!

Massivholzbett und Nachtkästchen von LaModula

Welches Holz für meine Möbel?

Wohl eines der wichtigsten Kriterien, die ein Holzmöbelstück mitbringen muss, ist Stabilität. Schließlich wird das Bett oder der Holz-Kleiderschrank jeden Tag beansprucht und ist den Luft- und Temperaturverhältnissen im Raum ausgesetzt.

Eichenmöbel sind deshalb so beliebt, weil diese Holzsorte sehr fest und robust ist. Achten Sie bei der Auswahl einfach auf

  • … die Frage, wie schnell das Holz reißt. Bei Birkenholz etwa geschieht das im Vergleich zu anderen Hölzern eher schnell.
  • Massivholzqualität. Alle Bestandteile sind aus Holz gefertigt und dadurch entsteht ein umso stabileres Möbelstück.
  • … den Anteil von Metall, der im Möbelstück verarbeitet ist. Beispielsweise oxidieren Metalle in Eichenholz schnell, weshalb wir unsere Eichenbetten völlig metallfrei fertigen.

Stehen Ihre Möbel draußen, muss das Holz witterungsbeständig sein. Häufig sind Möbel für den Außenbereich aus einer dieser heimischen Holzarten:

  • Kiefer
  • Fichte
  • Tanne
  • Eiche
  • Lärche

Verschiedene Holzarten in einem Raum – ja oder nein?

Der dunkle Eichenboden im Wohnzimmer und dazu die helle Ahornkommode, der man einfach nicht widerstehen konnte – geht das?

Eindeutig ja! Wir haben 2 Tipps zusammengestellt, damit verschiedene Holzarten miteinander harmonieren:

  1. Bleiben Sie bei 2-3 unterschiedlichen Schattierungen. Treffen mehrere Nuancen aufeinander, kann das wunderschön aussehen!
  2. Setzen Sie entweder auf starke Kontraste durch einzelne Stücke oder ein durchgehend dezentes Farbkonzept, z. B. mit 2 hellen, kaum gemaserten Holzsorten.

In unserem Ratgeber zu Farben und Holz finden Sie weitere Tipps! Wie Sie Ihre Naturmöbel und Dekorationen kombinieren, bleibt natürlich ganz Ihrem Geschmack überlassen – erlaubt ist schließlich, was gefällt.

Pflege: Wie kann ich Holz haltbar machen?

Holz ist per se ein sehr haltbares Naturmaterial. Wussten Sie, dass alle kanalseitigen Fassaden in Venedig auf Baumstämmen gebaut sind? Das Eichen- und Lärchenholz unter Wasser spielt im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle; und das schon seit Jahrhunderten.

Holz richtig pflegen

Doch zurück in die eigenen vier Wände und zur Frage, wie Sie Holzprodukte am besten in Stand halten. So verschieden die Holzarten sind, so sehr unterscheiden sich auch die nötigen Pflegeschritte.

Holzmöbel sind meist pflegeleicht: Ein Pflegeprodukt und ein fusselfreies Tuch sind bei vielen Holzsorten alles, was Sie zur Pflege der Oberflächen brauchen. In unserem Ratgeber zum Ölen und Wachsen von Holz zeigen wir, wie’s geht!

Andere Hölzer werden unbehandelt verkauft – und bleiben dadurch umso hochwertiger! Unsere Zirbenmöbel sind nicht geölt, damit der frische Zirbenduft ungehindert austreten kann. Daher müssen Sie hier nichts weiter tun, als sie abzustauben.

Preise: Wertvolle und günstige Holzarten

Aus welchem Grund sind manche Holzprodukte günstig und andere sehr hochpreisig? Der Elsbeerbaum beispielsweise ist das teuerste Holz, das in Deutschland wächst. Wie so oft ist der Preis auch bei Holz eine Frage der gewünschten Qualität. Ausschlaggebende Faktoren sind:

  • das Vorkommen der Holzart
  • der Verwendungszweck (Bau von Massivholzmöbeln, Brennholz, Bauholz, …)
  • die Verarbeitung

Welche Hölzer sind nun also wie teuer? Das lässt sich pauschal nicht sagen, doch hier eine kurze Übersicht von wertvollen und günstigeren Hölzern:

Wertvolle Hölzer (Edelholz)

Günstige Holzsorten

  • Birnenbaumholz
  • Ebenholz
  • Mahagoni
  • Nussbaum (Walnuss)
  • Wildolive
  • Birke
  • Buche
  • Douglasie
  • Fichte

Eines haben alle Holzsorten gemeinsam: Beim Kauf nur auf den Preis zu achten, ist nicht empfehlenswert. Gerade bei Einrichtungsgegenständen, lohnt sich die Mehrinvestition, denn hochwertige Massivholzmöbel sind sehr viel langlebiger als günstige Exemplare. Letztere sind oft stark mit chemischen Mitteln behandelt, um sie haltbarer zu machen – ein Verarbeitungsschritt, der bei natürlichen Vollholzmöbeln gar nicht nötig ist.

Und noch ein letzter Tipp für den Kauf von Holzprodukten: Lassen Sie sich am besten immer von Fachleuten beraten. Eine fundierte persönliche Beratung ist und bleibt eben doch eine ausgezeichnete Entscheidungsgrundlage.


Herbstaktionen

Zirbenbett...............statt € 999,- € 699,-

Zirbenschrank.....statt € 1.724,- € 1.299,-

Lattenrost...............statt € 279,- € 219,-

Kommode............statt € 1.324,- € 999,-

Bettdecke...............statt € 229,- € 199,-

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