Betten für Allergiker: Welche Betten passen?Sie erwachen in der Früh nach einer Nacht mit ausreichend Schlaf und trotzdem sind Sie nicht erholt: Die Nase rinnt, die Augen jucken … Allergiker kennen das.

Wir haben für Sie recherchiert, wie Sie sich in diesem Fall das Leben leichter machen können, in dem Sie sich das ideale Allergiker-Bett ins Schlafzimmer stellen. Mehr Informationen und viele weitere Tipps und Tricks für Sie gibt es in diesem Artikel.

Welche Betten für Allergiker?

Eine Hausstaub-Allergie ist meist keine feine Sache, aber auch kein unüberwindbares Hindernis, wenn man ein paar Regeln befolgt.

Der Ort, wo der Mensch am meisten und am intensivsten mit Hausstaubmilben in Berührung kommt, ist das Bett. Deswegen wollen wir darauf zu Beginn unser Hauptaugenmerk legen: Wie sieht das ideale Bett für Allergiker aus?

Das ideale Allergiker-Bett

Im Bett finden Hausstaubmilben ideale Lebensbedingungen vor: Temperaturen um die 25 Grad Celsius, eine Luftfeuchtigkeit um die 70 % und genügend Futter durch menschliche Hautschuppen – mehr begehrt das Milbenherz nicht. Sehen wir uns an, was es braucht, damit sich die kleinen Tierchen nicht ganz so wohl fühlen. So kann ein Allergiker-Bett aufgebaut sein:

  • Bett: Wenn Sie Allergiker sind, legen Sie bei der Wahl Ihres Bettes Wert darauf, dass sich dort nicht unnötige Rückzugsorte für Milben finden lassen. Das heißt, Sie verzichten besser auf Unterbettkästen, geschlossene Betten oder Stoffpolsterung. Ein Bett aus Massivholz ist immer eine gute Wahl.
  • Lattenrost: Nicht auf den Lattenrost vergessen! Auch der Lattenrost sollte von Zeit zu Zeit abgewischt werden.
  • Matratze: Die Matratze sollte einen waschbaren Bezug haben und regelmäßig gereinigt werden – mindestens einmal im Jahr. Sorgen Sie für eine gute Belüftung der Matratze.
  • Unterbett: Ein Unterbett ist ein sehr nützliches Accessoire für Allergiker – es kann ohne viel Aufwand öfter gewaschen werden als der Matratzenüberzug.
  • Bettdecke: Alle vier bis sechs Wochen sollte man die Bettdecken auswaschen - am besten mit mindestens 60 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur sterben die Milben zuverlässig ab. Achten Sie auf die Waschbarkeit der Decken und die Herstellerangaben!
  • Kissen: Die Kissen sollten so regelmäßig wie die Bettdecken gereinigt werden. Eine hohe Temperatur beim Waschen ist ebenso wichtig, aber auch hier muss man auf die Waschbarkeit und die Herstellerangaben Rücksicht nehmen. Nicht dringend notwendige Kissen sollten aus dem Bett entfernt werden – sie sind nur ein unnötiger Staubfänger.
  • Bettwäsche: Die Bettwäsche sollte regelmäßig gewechselt werden (unten mehr dazu). Was „regelmäßig“ bedeutet, ist nicht zuletzt von persönlichen Faktoren abhängig: Im Sommer werden Menschen, die leicht schwitzen, ihre Bettwäsche öfter wechseln; ein ähnliches Prinzip gilt für Kranke usw.


Eine ideale Schlafumgebung für Allergiker zu schaffen, ist gar nicht so schwer. Wichtig bleibt trotzdem, dass Betroffene sich ihr Schlafzimmer nach ihren eigenen Wünschen gestalten können. Was aber, wenn zu den Wünschen ein Boxspringbett zählt?

Sind Boxspringbetten für Allergiker geeignet?

Ein LaModula-Boxspringbett ohne Unterbettkasten können sich auch Allergiker in die Wohnung stellen – aus ganz einfachen Gründen:

  • Alle Betten von LaModula bestehen aus Massivholz. Auf Massivholz ohne Polsterung bietet sich den Milben kein guter Lebensraum.
  • Die Boxspringbetten von LaModula kommen ohne zwei Schichten von Matratzen aus. Der Aufbau eines Boxspringbettes ist wie bei einem klassischen Massivholzbett: Lattenrost und Matratze. Wer noch mehr Höhe mag, legt zusätzlich einen Topper obenauf. Außerdem punkten die LaModula-Boxspringbetten damit, metallfrei zu sein.

Wir können also getrost feststellen, dass Allergiker nicht auf hohen Schlafkomfort verzichten müssen – allerdings empfiehlt es sich, auf einige Faktoren zu achten. Im nächsten Abschnitt beschäftigen wir uns mit Dingen, die man vorbeugend unternehmen kann, um die Milbenbelastung möglichst klein zu halten.

Hausstaub, Milben, Allergie: Was kann man gegen Hausstaubmilben machen?

Hausstaubmilben gehören zu den Spinnentieren. Ihr ursprünglicher Lebensraum waren Vogelnester. Von dort haben sie sich in die Häuser der Menschen aufgemacht und weltweit verbreitet. Die Tierchen sind nur 0,1 bis 0,5 mm groß und ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen. Sie lieben eine feucht-warme Umgebung.

Mit manch einfachem Handgriff kann man die Milben in den eigenen vier Wänden in Schach halten. Weitere Informationen finden Sie außerdem in unserem Lexikon im Artikel über Haustauballergie. Zunächst wollen wir uns ansehen, welche Symptome eine Hausstauballergie auslösen kann.

Symptome einer Hausstauballergie

Hausstauballergie: Das sind die SymptomeEine Hausstauballergie ist eine Allergie gegen den Kot von Hausstaubmilben: gewisse Eiweißbestandteile lösen die allergische Reaktion aus. Je nachdem, wie stark ausgeprägt die Allergie ist, äußert sie sich in unterschiedlichen Symptomen wie:

  • Nase: allergischer Schnupfen
  • Augen: morgens geschwollene/tränende Augen
  • Rachen: Husten und Räuspern

Sollten Sie den Verdacht auf eine allergische Reaktion haben, lassen Sie Ihre Vermutung von einem Arzt abklären. Wenn Sie unabhängig von einer Allergie allein schon die Vorstellung von Milben gruselig finden, schadet es sicher nichts, folgende Tipps zu beherzigen.

Hausstaub reduzieren, Milben bekämpfen: Tipps und Tricks

Hausstaubmilben sind unsere Mitbewohner – das ist ein Faktum, das wir akzeptieren müssen. Man kann sie niemals ganz entfernen. Man kann die Milbenpopulationen aber zumindest eindämmen, in dem man den kleinen Spinnentierchen das Leben im Schlafzimmer so ungemütlich wie möglich macht.

Lüften, aber nicht die Betten machen

Regelmäßig zu lüften ist Pflicht; Bettenmachen dagegen ein No-Go. Durch die Luftzirkulation sinkt auch die Luftfeuchtigkeit, sodass ein milbenunfreundliches Klima entsteht – die kleinen Tierchen mögen keine kalte, trockene Luft.

Am besten gegen Milben ist es, das Bett nicht aufzubetten, sondern nur die Bettwäsche zurückzuschlagen, damit die Luft zirkulieren kann: Das mögen Milben nicht. So kann nämlich die Feuchtigkeit, die die Bettwäsche über Nacht aufgenommen hat, besser trocknen.

Hausstauballergie: Was tun?

Wie oft sollte man staubwischen?

Das Ordensklinikum Linz empfiehlt tägliches Staubwischen – und das bei allen glatten Flächen und auch auf Böden. Am besten eignet sich ein feuchtes Tuch zum Wischen, damit der Staub nicht aufgewirbelt wird. Vermeiden sollte man alles, was als Staubfänger dienen könnte: schwere Teppiche und Vorhänge oder Stofftiere und unnötige Zierkissen.

Welcher Staubsauger hilft gegen Milben?

Die Wahl des richtigen Staubsaugers ist wichtiger als man denken möchte. Empfohlen wird die Verwendung eines Gerätes mit HEPA-Luftfilter. Das ist ein spezieller Schwebstofffilter, der sogar feinsten Staub aufsaugen und im Staubsaugerbeutel halten soll.

Neben dem Umgang mit Staub und Aufräumgewohnheiten gibt es aber noch andere Dinge, die Allergiker im Alltag berücksichtigen sollten, darunter ganz besonders den Umgang mit der Bettwäsche.

Allergie im Alltag: Rund um die Allergiker-Bettwäsche

Die Bedeutung von Bettwäsche wird oftmals unterschätzt, kommt die Haut doch mehrere Stunden jeden Tag großflächig mit ihr in Berührung. Viele Infos zu diesem Thema haben wir schon in unserem Artikel über Allergiker-Bettwäsche zusammengefasst – hier gibt es noch einmal Wissenswertes auf einen Blick.

Encasing und was es bringt

Eine Sache, die Allergikern oft empfohlen wird, ist das sogenannte „Encasing“. Encasing bedeutet, dass Matratzen sowie Kissen und Bettdecken mit einem Extra-Bezug umhüllt werden.

Encasing: Das macht den besonderen Allergiker Bettbezug ausDieser Bezug ist so engmaschig vernäht, dass Milben nicht durchkommen. So soll verhindert werden, dass Allergene auf die Haut gelangen – man spricht hier von Allergenkarenz.

Encasing-Bezüge sollten wie die andere Bettwäsche regelmäßig gewaschen werden, was im Fall von Matratzen-Encasings einen nicht unerheblichen Aufwand bedeutet. Außerdem sollten die Bezüge etwa alle fünf Jahre getauscht werden, um die Wirkung zu gewährleisten.

Eine Alternative zu Encasings sind Naturbettwaren, die atmungsaktiv sind und ein trockenes Bettklima schaffen.

Natürlich müssen auch Naturbettwaren regelmäßig gereinigt werden, um die Milbenbelastung möglichst zu reduzieren. Hier gibt es einiges zu beachten, damit die kleinen Spinnentiere möglichst kein schönes Leben in unserer Schlafstatt haben.

Wie und wie oft soll man einen Allergiker-Bettbezug waschen?

Die richtige Pflege ist das Um und Auf, damit Sie lange Freude an Ihren Bettwaren haben. Dazu gehört, dass die Bettwäsche nicht heißer als nötig gewaschen wird: Temperaturen ab 60 Grad Celsius reichen aus, um Milben abzutöten. Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen: Manche Bettwäschen sind sogar für Waschgänge mit 95 Grad Celsius geeignet. Allerdings sollte man hier unbedingt die Herstellerangaben beachten.

Idealerweise wechselt und wäscht man die Bettwäsche einmal in der Woche, bei Bedarf natürlich öfter. Beim Wechseln der Bettwäsche wird Staub aufgewirbelt: Sollte man sehr empfindlich reagieren, ist es besser, diese Aufgabe einer anderen Person zu überlassen oder zumindest während der Tätigkeit eine Staubschutzmaske zu tragen.

Eine Allergie gegen Hausstaubmilben kann anfangs erschrecken und für die Betroffenen sicherlich bisweilen lästig sein. Wie wir gesehen haben, kann man allerdings den kleinen Spinnentierchen recht effektiv den Kampf ansagen, wenn man ein paar Dinge beachtet: Mit einen Allergiker-Bett, atmungsaktiver Bettäsche und einem gut durchlüfteten Schlafzimmer machen Sie den Milben das Leben schwer und bereiten sich selbst wieder angenehme Nächte.


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