Was macht eine hochwertige Babymatratze aus und welche Matratze ist für Babys wirklich am besten? Fragen wie diese stellen sich wohl die meisten jungen Eltern, sobald sie sich das erste Mal auf die Suche nach einer Matratze fürs Babybett machen. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zu Matratzen für Babys und Kleinkinder gesammelt und erklären, worauf Sie beim Babymatratzen-Vergleich achten sollten!

Welche Babymatratze ist die richtige?

Eine Babymatratze zu finden, klingt zunächst gar nicht schwer: Kleiner als eine Matratze für Erwachsene muss sie eben sein. Oder? Ganz so schnell lässt sich dieser Punkt eben doch nicht abhaken, denn um das Risiko des plötzlichen Kindstods zu minimieren und die Wirbelsäule des Babys optimal zu unterstützen, gehört doch ein bisschen mehr dazu als nur die Größenfrage.

Welche Matratze gehört in das Bett von Neugeborenen?

Ein neugeborener Säugling verbringt den Großteil seines Tages im Liegen – kein Wunder, sind doch die ersten Monate im Leben ganz besonders anstrengend! Dementsprechend wichtig ist es, dass die Matratze, auf der das Neugeborene liegt, die Wirbelsäule bestmöglich stützt. Diese befindet sich nämlich noch mitten in der Entwicklung, und das Kind sollte nachts möglichst auf dem Rücken schlafen: Die Bauchlage im Schlaf gilt als wesentlicher Risikofaktor für plötzlichen Kindstod.

Wir empfehlen außerdem, die neue Matratze im Babybett gründlich auszulüften, bevor Ihr Neugeborenes die erste Nacht darauf schläft. Das gilt ganz unabhängig vom Material der Babymatratze, denn grundsätzlich jede Matratze, ob Natur- oder Synthetikmaterial, riecht nach dem ersten Auspacken etwas ungewohnt. Sofern die Matratze aber mindestens 24 Stunden gelüftet wird, verschwindet der Geruch ganz von selbst.

Welche Babymatratze ist am besten?Was für eine Matratze ist fürs Baby am besten?

Abgesehen von der hohen Stützfunktion für Hals und Wirbelsäule muss eine Babymatratze noch einige andere wichtige Eigenschaften mitbringen. Auf diese Punkte sollten Eltern ganz besonders achten:

  • Atmungsaktivität, also viele Luftkanäle, durch die eine konstante Luftzirkulation möglich ist
  • Schadstofffreiheit
  • Gute Möglichkeiten zur Reinigung
  • Verstärkte Trittkanten für mehr Stabilität, sodass der Fuß des Kleinkinds bei ersten Stehversuchen nicht zwischen Bettkante und Matratze rutschen kann

Treffen all diese Kriterien auf ein bestimmtes Babymatratzen-Modell zu, kann schon gar nicht mehr so viel schiefgehen.

Ganz egal, für welche Art von Babybett Sie nach einer Matratze suchen: Diese schnelle Checkliste sollte immer zuallererst abgearbeitet werden!

70 x 140 cm: Die Größe der Matratze im Babybett

Die Maße 70 x 140 cm sind die Standardabmessung bei Matratzen für Babys. Daneben stehen Matratzen im Format 60 x 120 cm. Welche Größe gewählt wird, hängt natürlich immer auch davon ab, für welches Bettmodell man sich entscheidet. Wichtig ist, dass die Matratze genau mit dem Bettgestell abschließt, damit keine Lücken entstehen, in denen sich das Kleine die Finger einklemmen könnte.

Der Vorteil eines Modells im Format 70 x 140 cm ist, dass so eine Matratze oft bis zum dritten oder vierten Lebensjahr verwendet kann. Voraussetzung dafür ist, dass das Kind nicht außergewöhnlich schnell wächst: An Kopf- und Fußende sollten immer jeweils ca. 10 cm Platz bleiben.

Spätestens sobald das Kind eine Körpergröße von 1,20 m erreicht hat, ist es daher Zeit, zu einer größeren Matratze zu wechseln. Als Kinder- und Jugendmatratze eignet sich dann zum Beispiel das Format 90 x 200 cm gut.

Reisebett, Beistellbett, Stubenwagen: Welche Matratze für welches Babybett?

Neben dem klassischen  Gitterbett oder der Babywiege gibt es Babybetten mittlerweile in vielen anderen Varianten. Sie alle haben gemeinsam, dass es mit der Standard-Babymatratze in so einem Fall meistens nicht getan ist. Sehen wir uns an, welche Matratzen für Reisebetten und Co. geeignet sind!

  • Babymatratzen für Reisebettchen: Die Betten sind zum Mitnehmen gedacht, weshalb die passenden Matratzen oft faltbar sind und ein eher kleines Format haben. 60 x 120 cm sind beispielsweise nicht unüblich.
  • Babymatratzen für Beistellbetten: Das Beistellbett schließt direkt an die Matratze des Erwachsenenbetts an, damit das Baby möglichst nah bei den Eltern liegen kann. In der Regel sind Beistellbett-Matratzen relativ klein und haben etwa eine Liegefläche von 55 x 90 cm.
  • Babymatratzen für Stubenwagen: Noch minimalistischer wird es beim Stubenwagen: Formate wie 37 x 70 cm und eine eher dünne Liegefläche, also rund 5-9 cm Matratzendicke, sind normal. Matratzen für Stubenwagen sind zudem immer oval bzw. haben sie abgerundete Ecken.

Bis auf die Matratze und einen Schlafsack, der das Baby in der Nacht warmhält, braucht das Bettchen keinerlei weitere Ausstattung. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber zur optimalen Baby-Schlafumgebung. Fürs Erste aber noch ein paar weitere Tipps, wie Sie die ideale Matratze für Ihr Baby finden können!

Welche Matratze für welches Babybett kaufen?Worauf achten bei der Matratze fürs Babybett?

Neben der Größe der Matratze spielt selbstverständlich der Härtegrad der Babymatratze eine wesentliche Rolle, da, wie bereits erwähnt, die Wirbelsäule gut gestützt werden muss. Dazu kommen die Faktoren Matratzenhöhe, Material und Hygiene: Grund genug, noch ein bisschen genauer hinzuschauen!

Soll die Matratze fürs Baby weich oder hart sein?

Der Kopf des Babys sollte nicht weiter als 2-3 cm in die Matratze einsinken können, denn nur dann ist gewährleistet, dass keine Erstickungsgefahr besteht. Das heißt: Die Babymatratze darf auf keinen Fall zu weich sein. Ein hartes oder mittelhartes Modell ist eindeutig die bessere Wahl. Drehen Sie die Babymatratze für eine gleichmäßige Abnutzung am besten alle 2-3 Monate auf die andere Seite.

Die ideale Höhe der Babymatratze

Wie tief der Kopf des Babys einsinken kann, hat bei der Matratzenwahl oberste Priorität. Die Einsinktiefe wiederum ist stark vom Material abhängig. Dementsprechend schwierig ist es, eine ideale Höhe für die Babymatratze festzulegen. In der Regel sind die Matratzen beim Standardformat 70 x 140 cm zwischen 7 und 13 cm hoch.

Bei der Matratzenhöhe kommt es zudem darauf an, wie lange die Matratze genutzt werden soll. Eine Stubenwagen-Babymatratze, die nur etwa ein halbes Jahr im Einsatz ist, muss nicht allzu dick sein, schließlich ist das Kind in dieser Zeit noch sehr leicht.

Soll die Matratze aber über längere Zeit hinweg genutzt werden, muss sie die Tatsache ausgleichen können, dass das Körpergewicht des Kinds steigen wird. Eine sehr dünne Babymatratze ist also für ein 3-jähriges Kind vermutlich nicht mehr ausreichend. Im Zweifelsfall ist eine etwas dickere Matratze besser als eine zu dünne.

Material: Kokosmatratzen vs. Kaltschaummatratzen für Babys

Matratzen für Babys bestehen in den meisten Fällen entweder aus  Kokosfasern, (Natur-)Latex oder Kaltschaum. Hier die wichtigsten Unterschiede und Eigenschaften auf einen Blick:

  • Kokos-Babymatratzen: Kokosfasern erzeugen eine besonders feste Liegefläche und sind dadurch vor allem für Säuglinge gut geeignet. Deshalb gibt es auch einige Babymatratzen mit einer Kokos- und einer Latexseite. So kann nach den ersten Monaten auf die etwas nachgiebigere Fläche gewechselt werden.
  • Latex-Babymatratzen: Babymatratze aus NaturlatexNaturlatex ist ein äußerst punktelastisches Material, d.h. es gibt genau dort nach, wo es belastet wird. Für den Babykörper ist das eine ausgezeichnete Stütze. Die sehr hohe Atmungsaktivität, die durch unzählige kleine Luftkanälchen im Material entsteht, macht (Natur-)Latex ebenfalls zu einer guten Wahl für die Babymatratze.
    Vorsicht: Achten Sie bei Naturlatex auf eine entsprechende Zertifizierung, damit Sie kein Synthesegemisch bekommen.
  • Kaltschaum-Babymatratzen: Eine Matratze aus Kaltschaum ist leicht zu reinigen, bietet eine gute Druckverteilung und sorgt für starke Wärmeisolation. Das kann Vor- und Nachteil sein, denn wenn das Baby viel schwitzt, ist Kaltschaum nicht geeignet.

Der Bonus liegt bei allen drei Optionen darin, dass auch Allergiker-Babys in der Regel auf den Matratzen ruhig schlafen können. Egal für welches Material Sie sich entscheiden, eine gute Luftzirkulation muss jedoch unbedingt gegeben sein. Wird die Matratze nämlich nicht ausreichend belüftet, kann das Baby im Schlaf zu viel rückgestautes CO2 einatmen – ein Faktor, der ebenfalls als möglicher Grund für plötzlichen Kindstod gilt.

Wir empfehlen darüber hinaus, die Matratze regelmäßig gründlich zu lüften. So bleibt die Qualität lange erhalten und der Hygienestandard hoch. Apropos Hygiene: Ein letztes wichtiges Kriterium für die Matratzenwahl fehlt noch!

Nässeschutz: Der Schonbezug bei Babymatratzen

Manche Matratzen für Babys haben bereits einen integrierten Nässeschutz. Wenn Ihr Lieblingsmodell das nicht hat, ist das gar kein Problem, denn Sie können einfach eine entsprechende Auflage verwenden.

NässeschutzInsgesamt ist ein Nässeschutz aber Pflicht bei Babymatratzen. Er schützt den Matratzenkern vor Feuchtigkeit und ermöglicht ein hygienisches Schlafumfeld für das empfindliche Baby-Immunsystem. Der Nässeschutz sollte bei mindestens 60°C waschbar sein.

Achten Sie beim Nässeschutz außerdem darauf, dass es sich um schadstofffreies, atmungsaktives Material handelt. Das ist sehr wichtig, damit die atmungsaktive Qualität der eigentlichen Matratze nicht gehemmt wird und das Baby trotz mehrerer Schichten sicher liegen kann.

Die ideale Matratze für ein Babybett zu finden, erfordert also durchaus einiges an Überlegung. Wenn Sie aber die oben genannten Aspekte genau berücksichtigen, sind Sie auf dem besten Weg, Ihrem Kleinen ein gesundes Schlafumfeld für erholsame Nächte (und Nachmittagsschläfchen!) zu schaffen!