Die Kraft der Zirbe

Die Zirbe beschäftigt die Menschen schon seit vielen Jahren. Kein Wunder, handelt es sich dabei doch um ein wirklich außergewöhnliches Holz, das auch in der Volksheilkunde seit langer Zeit Verwendung findet. Hier erfahren Sie mehr über Zirbenholz und seine antibakterielle Wirkung.

  

Inhaltsverzeichnis

  1. Zirbenholz wirkt
  2. Antibakterielle Wirkung von Zirbenholz

Zirbenholz wirkt

Zirbenholz ist das leichteste Holz aller heimischen Nadelholzarten. Es ist leicht zu bearbeiten und zeichnet sich durch einen regelmäßigen Jahrringaufbau aus. Zahlreiche dunkle Äste sind fest verwachsen und bewirken die charakteristische lebhafte Maserung des Zirbenholzes. Zirbe hat das geringste Schwindmaß aller Nadelbäume. Dadurch kann man es für wechselfeuchte Bereiche gut verwenden.

Die Farbe ist hell, im Laufe der Zeit dunkelt es leicht ins Rötliche nach. Beliebt ist auch die lebhafte Zeichnung des Holzes. Der angenehme Duft ist ein weiterer Grund, warum die Zirbe so gerne als Möbelholz verwendet wird.

Durch das im Zirbenholz enthaltene Pinosylvin haben Pilze und Bakterien keine Chance, das Holz anzugreifen. Insekten werden durch den Duft abgewiesen, während die meisten Menschen den Zirbenduft lieben. Dieser bleibt jahrelang erhalten und hat eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden der Hausbewohner.

Das ätherische Öl Pinosylvin verleiht dem Holz seinen aromatischen und unverwechselbaren Duft.

Als Heilmittel kann die Zirbe auf eine lange Geschichte zurückblicken, wobei das Mittel sowohl bei inneren als auch äußeren Anwendungen zum Tragen kommt. So wurden die Nadeln unter anderem für Rheumabäder genutzt oder in Form eines Sirups gemeinsam mit Honig und Zucker gegen Hautirritationen eingesetzt. 

Bei vielen Menschen wecken der Geruch, aber auch die Wärme, die Zirbenmöbel verbreiten, Gefühle der Geborgenheit, des Zuhause-Seins und der Vertrautheit. Der unvergleichliche Duft sorgt bei uns Menschen für Wohlempfinden und beruhigt. Warum sollten wir nicht ein wenig davon aufnehmen, um in der hektischen Zeit einen Ausgleich zu schaffen?

Antibakterielle Wirkung von Zirbenholz

Durch eine Untersuchung einer möglichen antibakteriellen Wirkung von Zirbenholz - durchgeführt am Institut für Genetik und allgemeine Biologie der Universität Salzburg - wurden folgende Erkenntnisse bekannt: 

Fünf Holzarten (Ahorn, Buche, Fichte, Pappel, Zirbe) wurden auf mögliche antibakterielle Wirkung getestet. Mittels einer Abklatsch-Methode, bei der definierte Mengen eines Test-Bakterienstammes (Escherichia coli K12) auf desinfizierte Holz-Schnittflächen aufgebracht wurden, wurden koloniebildende Einheiten als Maß für die bakteriostatische bzw. bakteriozide Wirkung der Hölzer erhalten.

In feuchter Umgebung war eine deutlich höhere bakterienhemmende Wirkung von Zirbenholz sowie eine mäßig bakterienhemmende Wirkung von Fichtenholz festzustellen. Nach einer Versuchszeit von 12-14 Stunden wurde bei den Holzarten Buche, Pappel und Ahorn eine höhere Zahl von Bakterien gefunden. Auf dem Zirbenholz konnten im selben Versuch praktisch keine lebensfähigen Bakterien nachgewiesen werden.

Somit wurde auch bestätigt, dass Zirbenholz die Entstehung von Kleidermotten verhindert

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