Hartwachsöl

 
28.09.2017

Sie haben ein Massivholzmöbel wie zum Beispiel einen Kleiderschrank aus Eschenholz, eine Kommode aus Edelkastanie oder ein massives Eichenbett  und merken, dass die Oberfläche langsam rau wird und die Holzfarbe immer mehr an Intensität verliert? Hier ist das Wundermittel, das all Ihre Sorgen rund um Ihr Lieblingsmöbel verschwinden lässt: Hartwachsöl! Was dieses Öl alles kann und wieso Sie es unbedingt nutzen sollten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Was ist Hartwachsöl und wie unterscheidet es sich von alt bekannten Möbelschutzölen (z.B. Hartöl)?

Zu Beginn muss geklärt werden, was Hartwachsöl eigentlich ist und was es so unverzichtbar macht.

Hartwachsöl ist eine Öl-Wachskombination, die auf pflanzlichen Ölen, Harzen und Fettsäuren basiert. Meistens entspricht das enthaltene Wachs dem Carnaubawachs. Dieses Wachs entspringt der Carnaubapalme in Brasilien. Es gilt als natürliches, für die Gesundheit unbedenkliches Wachs, welches frei von Duftstoffen ist. Dadurch ist es für Allergiker gut geeignet.

Für die Herstellung von Hartwachsöl verwendet man Sonnenblumenöl, Sojaöl, Distelöl, Leinöl uvm. Man nutzt dieses pflanzliche Produkt, um Parkettböden, Holzkästen und Holzbetten, aber auch unbehandelte Oberflächen, wie zum Beispiel Küchenarbeitsplatten in Innenräumen diffusionsoffen und rissfest zu machen. Diffusionsoffen bedeutet, dass das Holz weiterhin Wasser aufnehmen und auch abgeben kann. Dadurch wird es atmungsfähig und diese Eigenschaft wirkt sich positiv auf das Raumklima aus.

Außerdem schützt das Hartwachsöl hölzerne Oberflächen und macht somit als Holzschutzwachs Holz widerstandsfähiger. Es dient als natürlicher Schutz der Oberfläche des Holzes. Hartwachsöl hat eine weiche Griffigkeit und einen milden Geruch. Man setzt es sowohl für Holzflächen im Innenbereich ein, als auch für Oberflächen im Außenbereich. Das Hartwachsöl schützt vor Schmutz und Feuchtigkeit und ist einfach aufzutragen. Man kann Hartwachsöl in jedem Baumarkt kaufen.

Der Unterschied zwischen Hartöl und Hartwachsöl ist, wie der Name es schon verrät, dass im erstgenannten kein Wachs, im zweitgenannten Wachs vorhanden ist. Der Unterschied im Effekt ist folgender: Hartöl zieht in das Holz ein, schirmt es von Feuchtigkeit ab, schützt aber die Oberfläche kaum. Hartwachsöl schützt durch das Wachs, das im Gemisch vorhanden ist und sich an der Oberfläche anlegt, die Oberfläche des Möbels und macht es widerstandsfähiger und rissfester. Es lässt die Oberfläche stärker glänzen und verändert die Farbe des Massivholzes nicht so sehr wie Hartöl. Sollte also Ihr Möbelstück möglichst offenporig und holzig sein, dann verwenden Sie Hartöl. Wenn Sie aber eine glänzende, strapazierfähige und rissfeste Oberfläche behalten wollen, greifen Sie lieber auf Hartwachsöl zurück.

Im Gegensatz zu reinem Möbelwachs schützt Hartwachsöl durch seine Kombination aus Wachs und Öl das Massivholz von innen und von außen. Das Öl zieht in das Holz ein, das Wachs legt sich an der Oberfläche an. Möbelwachs schützt nur die Oberfläche, dringt aber nicht ins Innere des Holzes ein, das bedeutet, mit dem Möbelwachs ist ein Massivholzmöbel nur einseitig gepflegt. Grundsätzlich wird Möbelwachs dazu verwendet, empfindliche Oberflächen zu versiegeln und sie somit unempfindlich gegen Schmutz und Abnutzung zu machen.

Soll ich meine Möbel mit Hartwachsöl ölen?

Eine weitere, oft gestellte Frage ist, ob man sein Möbel mit Hartwachsöl ölen sollte.

Holz bewegt und verändert sich mit der Zeit. Dabei wird es rau und rissig. Um das natürliche Aussehen von Massivholzmöbeln zu schützen, sollte man sie mit einem pflanzlichen Öl pflegen. Wie oft, hängt vom Grad der Beanspruchung des Holzes ab.

Klarerweise sollten Massivholzmöbel für den Außenbereich öfter geölt werden, als Möbel, die in Wohnräumen verweilen. Hierbei ist noch wichtig zu erwähnen, dass man alle Massivholzmöbel ölen sollte, ausgenommen Zirbenholz.

Dieses wird insbesondere wegen der besonderen ätherischen Öle und deren gesundheitsfördernden Wirkungen auf den menschlichen Organismus genutzt. Ölt man Zirbenholz, so verschließt man die Poren des Holzes und es verliert seine unvergleichlichen Wirkungen und den feinen Duft. Trotzdem sollten Sie auch Zirbenmöbel pflegen. Verwenden Sie dabei ein feines Schleifpapier, um die Intensität des Geruches zu fördern und die Farbe wieder etwas aufzufrischen. Ab und zu kann man auch ein feuchtes Tuch benutzen, um das Möbelstück damit abzuwischen.

Welche Vorteile bringt Hartwachsöl?

Das Hartwachsöl dringt bis in tiefe Schichten Ihres Möbels ein. Das bietet im Außenbereich Schutz vor Feuchtigkeit, denn diese würde zum Beispiel Ihren Tisch aus Eichenholz zum Aufquellen zwingen, dieser würde seine Farbe verlieren und rissig werden. Ein anderer Vorteil von hartwachsgeölten Holzmöbeln ist, dass sie schmutzabweisend und strapazierfähiger sind. Hartwachsöl veredelt Ihre Lieblingsmöbel, damit Sie noch lange Zeit so eine schöne, naturgetreue Ausstrahlung und den dezenten, reinen Duft genießen dürfen.

Fazit

Hartwachsöl basiert auf rein pflanzlichen Inhaltsstoffen und schützt Massivholzmöbel vor Feuchtigkeit, Rissen und Farbverlust. Das Wachs setzt sich an der Oberfläche fest und bringt damit das Möbel zum Glänzen. Es hilft dem Holz immer frisch auszusehen und den natürlichen Duft zu behalten. Jedes Massivholz kann und sollte mit Hartwachsöl verwöhnt werden, außer dem sensiblen und entspannend wirkenden Zirbenholz!

Um Ihre Anfangsfrage nochmals zu beantworten: Ja, Sie sollen Ihre Möbel mit Hartwachsöl pflegen, um ihnen ein langes und qualitativ hochwertiges Bestehen zu gewährleisten. Eichenholz, Eschenholz, Kastanienholz – egal, aus welchem Massivholz Ihre Möbel bestehen, Hartwachsöl zu benutzen, ist eine gute Entscheidung. 

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