Kinderzimmer gestalten: Tolle Kinderzimmer-Ideen für Mädchen und Jungen

 
06.12.2018

Viel Platz zum Spielen soll es bieten, gleichzeitig praktisch soll es sein und die Atmosphäre muss ebenfalls stimmen: Ein Kinderzimmer einrichten ist leichter gesagt als getan! Hier finden Sie Ideen, wie sich auch ein kleines Kinderzimmer schön gestalten lässt, welche Farben im Kinderzimmer am besten funktionieren und wie man ein Kinderzimmer für zwei aufteilen kann.

Kinderzimmer für Mädchen oder Jungs?

Mädchen mögen nur Rosa und Jungen nur Blau? Von wegen! Jedes Kind hat andere Vorlieben, die sich schnell einmal ändern können. Deshalb bringt es nichts, gezielt nach Möbeln für Mädchen bzw. Jungen zu suchen und zwischen Prinzessinnen und Piraten zu unterscheiden.

Die Hauptsache im Kinderzimmer ist doch, dass sich das Kind dort wohlfühlt und für Sicherheit gesorgt ist, was Einrichtung und Dekoartikel betrifft. Und genau das gelingt mit den Tipps, die Sie hier finden! Fangen wir also gleich an mit einer Frage, die viele Eltern beschäftigt: Was tun bei einem kleinen Kinderzimmer?

Wie kann man ein kleines Kinderzimmer einrichten?

Das Hochbett ist der Klassiker, wenn es um platzsparendes Einrichten geht. Oben schlafen, unten spielen, lernen oder Höhlen bauen – praktischer geht es fast nicht. Aber: Damit es nicht zu Verletzungen kommt, sollten Hochbetten erst eingesetzt werden, wenn das Kind 6 Jahre oder älter ist.

Platz sparen mit cleverer Kinderzimmer-Einrichtung

Multifunktionale Möbel sind das A und O in einem kleinen Kinderzimmer. Das kann die Unterbettkommode beim Einzelbett sein, ein mitwachsendes Kinderbett, aber auch der Sitzwürfel mit abnehmbarem Deckel und Stauraum im Inneren. Halten Sie die Augen offen: Wie vielseitig lassen sich die einzelnen Möbelstücke einsetzen?

Kleines Kinderzimmer einrichtenAuch klappbare Möbel eignen sich bestens für ein kleines Kinderzimmer. Stühle und Tische, die jederzeit platzsparend verstaut werden können, sind zum Beispiel sehr praktisch. Sobald das Kind regelmäßig einen Schreibtisch für Schularbeiten braucht, sollte dieser aber fest in die Einrichtung integriert werden.

Und wie schafft man am besten den dringend nötigen Stauraum, wenn der Platz knapp ist? Ganz einfach: Nutzen Sie hängende Regale, sobald das Kind alt genug ist und kein Sicherheitsrisiko mehr besteht.

Die gesamte Kleidung des Kindes hat in so einem Hängeregal zwar keinen Platz, aber dafür viele Spielsachen. Jacken, Jeans oder Taschen können auch auf einer klappbaren Garderobe verstaut werden, die nur dann mehr Platz braucht, wenn sie verwendet wird.

Den Raum optisch vergrößern: So geht’s

Je kleiner das Kinderzimmer, desto wichtiger ist es, den Raum durch Farben, Licht und Materialien größer wirken zu lassen. Das klappt mit bodenlangen Vorhängen, die das Zimmer höher erscheinen lassen. Spiegel gegenüber von hellen Flächen vergrößern den Raum ebenfalls optisch. Verwenden Sie allgemein viele helle Farben und zurückhaltende Möbel. Durch bunte Accessoires kehrt schon genug Leben ins Zimmer, versprochen!

Ein klassischer Tipp für kleine Räume lautet: Ordnung halten. Zugegeben, das ist leichter gesagt als getan und der gute Rat, jeden Abend mit den Kleinen aufzuräumen, lässt sich eben in der Realität nicht immer umsetzen. Mit geschlossenen Schränken wirkt das Kinderzimmer aber sofort um einiges aufgeräumter.

Wie lässt sich das Kinderzimmer farblich gestalten?

Ein Kinderzimmer muss bunt sein…oder? Die Antwort lautet: Alles darf, nichts muss. Viele bunte Farben wirken vielleicht auf den ersten Blick kindgerecht, stellen sich aber oft als Fehlgriff heraus, wenn das Kind sich daran sattgesehen hat.

Kinderzimmer IdeenDamit es gar nicht so weit kommt, wählen Sie am besten Möbel in neutralen Farbtönen. Ein absoluter Klassiker ist dabei Massivholz. Schaffen Sie einen ruhig wirkenden farblichen Grundstock und peppen Sie das Zimmer mit bunten Farbtupfern auf.

Kissen, Ordnungsboxen, Spielzeug, Wandposter von der Lieblings-Zeichentrickfigur – Sie werden sehen, dass schnell von ganz allein viel Farbe ins Kinderzimmer einzieht. Lassen Sie dabei ruhig Ihr Kind mitreden. Denn ob Grün, Gelb, Orange oder Pastellfarben: Über die Lieblingsfarben können die Kleinen selbst am besten entscheiden!

Bunte, warme Farben sind im Kinderzimmer durchaus willkommen, sofern sie als Akzente eingesetzt werden. Kissen in dunklem Orange oder eine Kuscheldecke in Safrangelb geben dem Raum sofort eine gemütliche Note.

Fassen wir also zusammen: Zu viele verschiedene Farben braucht ein schönes Kinderzimmer gar nicht. Legen Sie maximal 4 Farben für das Gesamtkonzept fest:

  • Farbe 1: Boden
  • Farbe 2: weiße Wände
  • Farbe 3: Bunte Akzente in Form von Spielsachen, Decken, Postern, …
  • Farbe 4 (optional): an den Teilen einer Wand

An den Teilen einer Wand – was ist damit gemeint? Keine Sorge, das erklären wir im nächsten Abschnitt!

Ideen für Wände und Deko im Kinderzimmer

Das Dekorieren und die Farbgestaltung machen vielen Eltern beim Einrichten des Kinderzimmers am meisten Spaß. Mit den folgenden Tipps sind Sie und Ihr Kind bestimmt lange Zeit mit dem Ergebnis zufrieden!

Die Wandgestaltung im Kinderzimmer

Wählen Sie für das Kinderzimmer am besten ruhige Wandfarben. „Ruhig“ heißt ganz einfach neutral, also ein klassischer Weißton. Wenn es doch etwas farbiger zugehen soll, eignen sich Pastelltöne wie Creme, Eierschalenblau oder zartes Grün am besten. Achten Sie darauf, Farben ohne Schadstoffe zu kaufen. Unbedenklich sind unter anderem Kalk-, Kasein- oder Lehmfarben.

Besonders schön sind dezente Farben, wenn sie nicht die ganze Wand einnehmen. Streichen Sie also am besten nur das untere Drittel der Wand farbig und den oberen Teil weiß. Idealerweise wird der Farbton im Augenhöhenbereich dann noch einmal aufgegriffen, zum Beispiel mit einem luftigen Baldachin über dem Bett.

Kinderzimmer einrichtenHelle Wände und kleine Kinder, die es lieben, alles zu bemalen – kann das gutgehen? Ja, mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen! Sie können zum Beispiel im unteren Bereich der Wand Tafelfolie oder Papierbahnen anbringen. Damit ist es gar nicht schlimm, wenn mal ein Kunstwerk auf der Wand landet. Ganz im Gegenteil – Ihr Kind kann jeden Tag seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Außer Farbe sollte an den Kinderzimmerwänden aber natürlich noch etwas zu finden sein: Wandlampen! Kombinieren Sie am besten LED-Leuchten an der Wand mit mehreren weiteren Lichtquellen wie Steh- oder Nachttischlampen. Das verleiht dem Raum Tiefe und schafft eine gemütliche Atmosphäre. LED-Leuchten haben den Vorteil, dass sie stromsparend und langlebig sind und außerdem nicht überhitzen – wie gemacht also für ein umweltfreundliches Kinderzimmer!

Kinderzimmer-Deko

Ein gemütliches Zimmer braucht ganz eindeutig ein kleines bisschen Dekoration. Aber eben nur ein kleines bisschen, denn vor allem im Kinderzimmer entsteht sonst allzu schnell Chaos. Bei Deko-Artikeln ist eher Zurückhaltung gefragt, egal, ob sie neu gekauft sind oder aus der eigenen Kindheit stammen.

Ideal ist Deko, die sogar noch einen praktischen Zweck erfüllt, zum Beispiel ein weiches Kissen in Tierform auf dem Bett. Auch Ordnungshelfer wie Kisten und Schachteln gibt es in vielen schönen Designs. Wählen Sie für diese Art Stauraum am besten tragbare Boxen oder solche mit Rollen, damit jeden Tag die Lieblingsspielsachen in der Wohnung aufgesammelt und zurück ins Kinderzimmer gebracht werden können.

Welche Einrichtung gehört ins Kinderzimmer?

Ganz besonders wichtig im Kinderzimmer ist ein gesundes Wohnklima. Garantiert schadstofffrei sind Produkte aus hochwertigen Naturmaterialien in unbehandelter Qualität. Denn diese Möbel kosten zwar zunächst etwas mehr, dafür sind sie aber robuster, langlebiger und vor allem gesundheitlich unbedenklich. Gute Indikatoren sind Prüfsiegel wie QUL, Blauer Engel, FSC oder Geprüfte Sicherheit (GS).

Einrichtung für das KinderzimmerAuch bei Einrichtungsaccessoires wie zum Beispiel Teppichen hat Natürlichkeit Priorität. Für Kinderzimmerböden eignen sich kurzflorige bzw. gewebte Teppiche gut, die möglichst pflegeleicht und rutschfest sind. Praktischerweise haben viele Naturteppiche selbstreinigende Eigenschaften und sind sehr strapazierfähig.

Eine große Rolle spielt im Schlaf- und Spielzimmer der Kleinen außerdem die Sicherheit. Möbel sollten unbedingt an der Wand befestigt sein, damit auch bei einem eventuellen Kletterabenteuer nichts passieren kann.

Wie Sie das Kinderzimmer trennen können

Wenn zwei Kinder sich ein Zimmer teilen, sind je nach Altersunterschied verschiedene Faktoren besonders wichtig. Sind die Kinder nämlich höchstens 18 Monate auseinander, ist das Zusammenleben einfach. Sofern es dem Charakter Ihrer Kinder entspricht, können Sie dann das Kinderzimmer offen gestalten und auf strikte Trennungen verzichten.

Je größer der Altersunterschied, desto wichtiger ist es aber, Rückzugsmöglichkeiten und klare Einteilungen zu schaffen. Das funktioniert am einfachsten über Farben: Unterlegen Sie die Schreibtische mit Teppichen in verschiedenen Farben, beziehen Sie die Betten unterschiedlich etc.

Kleine eigene Bereiche können mit Raumteilern geschaffen werden. Ist dafür kein Platz, können Sie einen Betthimmel über den Betten anbringen, sodass sich die Kinder jeweils darunter zurückziehen können.

Ganz egal, wie klein oder groß das Kinderzimmer ist und wie viele Möglichkeiten Sie dementsprechend haben, es aufzuteilen: Erklären Sie Ihren Kindern, wenn etwas verändert wird. Wenn zum Beispiel ein Kind zur Schule geht und einen Schreibtisch braucht, sollten die Geschwister das verstehen können.

Über die Kinderzimmereinrichtung ließe sich natürlich noch viel, viel mehr sagen. Wenn Sie aber die gerade genannten Tipps berücksichtigen, sind Sie schon auf dem besten Weg, Ihren Kleinen ein gemütliches eigenes Reich zu schaffen. Und nicht vergessen: Vertrauen Sie auch mal auf die persönlichen Vorlieben des Kindes – Zufriedenheit garantiert!

Den Inhalt dieser Seite teilen auf:

Kommentare

Zu diesem Artikel gibt es noch keine Kommentare.

Kommentar erstellen

  • (Wird nicht angezeigt)

* Pflichtfelder

© Developed by CommerceLab