Heimische Massivhölzer vs. Tropenhölzer

Der Trend geht momentan stark in Richtung Nachhaltigkeit. Das ist auch gut so, denn der fürsorgliche Umgang mit unserem Planeten betrifft uns alle. Auch Sie können ganz einfach Ihren Teil dazu beitragen, und das schon beim Möbelkauf. Heimische Hölzer sehen nämlich nicht nur schick aus, sie sind auch eine nachhaltige Alternative zum beliebten Tropenholz.

  

Inhaltsverzeichnis

  1. Darum sind Tropenmöbel schlecht für die Umwelt
  2. Die Vorteile heimischer Hölzer im Überblick

Darum sind Tropenmöbel schlecht für die Umwelt

In Anbetracht der Tatsache, dass der beste Rohstoff für hochwertige Möbel beinahe direkt vor unserer Haustüre wächst, erscheint es doch makaber, dass Holz aus den Tropen importiert werden soll, um unsere Einrichtungsgegenstände zu produzieren. Ist es auch. Denn Mahagoni, Teak, Palisander und Co. werden abgeholzt, um für uns zu Luxusmöbeln verarbeitet zu werden. Lassen Sie uns in einem kurzen Überblick darstellen, warum dies so schlecht ist:

  

  • Wenn diese alten Bäume gefällt werden, verlieren einige Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum, da sie nur durch diese Bäume existieren konnten. Unter den durch Regenwaldabholzung gefährdeten Arten sind unter anderem Gorillas und Orang-Utans, Tiger, Waldelefanten und Nashörner. Schätzungen gehen davon aus, dass pro Tag etwa 50 bis 500 Tier- und Pflanzenarten sterben. Ein grausamer Schnitt.
  • Durch die langen Transportwege, die das Holz von den Tropen bis in unsere Möbelhäuser zurücklegen muss, wird die Umwelt unnötig belastet.
  • Die Tropenholzindustrie fordert so viele Bäume, dass immer mehr Arten von der Erde verschwinden – für immer.
  • Tropenholz ist günstiger, aber auch das hat seinen Preis. Diesen muss vor allem die Bevölkerung bezahlen, die dort mit niedrigen Löhnen ausgebeutet wird.
  • Meist wird Tropenholz ohne Genehmigung geschlagen und illegal exportiert. Laut EU-Kommission stammt etwa ein Fünftel der EU-Holzimporte aus illegalen Quellen.
  • Wälder sind unerlässlich für ein stabiles Weltklima, da sie CO2 in Sauerstoff umwandeln, den wir einatmen. Regenwälder speichern vor allem sehr große Wassermengen, wodurch sich durch ihre Rodung Trockenheit und Ernteverluste ergeben.

Die Vorteile heimischer Hölzer im Überblick

Sie sehen also, warum Sie Tropenhölzer lieber boykottieren sollten. Dadurch ergibt sich für Sie allerdings kein Nachteil, denn Sie können jederzeit auf heimisches Holz wie Zirbe, Buche oder Eiche zurückgreifen. Diese sind ebenso stabil und auch gleich edel. Und durch die kurzen Transportwege sowie durch nachhaltige Bewirtschaftung tragen Sie effektiv zum Schutz des Klimas bei.

Die Einsatzbereiche heimischer Hölzer sind vielfältig. So kommt beispielsweise das wohlriechende Zirbenholz für hochwertige Zirbenbetten, Zirbenschlafzimmer oder durch seine antibakterielle Wirkung für Schneidbretter zum Einsatz, für die ansonsten Teak oder Framiré verwendet werden.

Für hochwertige Möbel jeder Art kommen nicht nur tropische, sondern auch heimische Hölzer infrage. Hier erweisen sich Eiche, Esche, Fichte und Tanne als besonders geeignet. Fichte und Eiche sind im Übrigen so robust und widerstandsfähig, dass sie sich auch für den Außenbereich gut eignen und für Parkbänke und Zäune zum Einsatz kommen können.

Schnitzereien und Deko Gegenstände aus Holz müssen in Zukunft auch nicht mehr aus Bilinga, Sapelli, Teak oder Padouk gefertigt werden. Ahorn, Rosskastanie, Nussbaum, Birke und Roteiche sehen mindestens genauso edel aus und lassen sich auf nachhaltige Weise gewinnen.

Sogar, wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Haus mit einer Sauna zu ergänzen, ist es nicht mehr nötig, auf das widerstandsfähige tropische Abachi Holz zurückzugreifen, da auch die heimische Pappel ihren Zweck erfüllt und sich von den Dämpfen unbeeindruckt zeigt.

Die besten Rohstoffe wachsen direkt bei uns vor der Haustüre. Warum sollten wir also auf Tropenholz zurückgreifen, nur, weil es besonders edel wirkt? Nachhaltiger ist es definitiv, auf das zurückzugreifen, was die heimische Natur uns bietet. Zirbe, Eiche und Co. sind deutlich nachhaltigere Holzquellen für schicke Möbel und können qualitativ gesehen auf jeden Fall mithalten.

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