Die ersten Wochen einer Schwangerschaft verlaufen schlaftechnisch meist nicht allzu kompliziert. Aber sobald der Bauch an Umfang zulegt, zeigen sich meist auch schon die ersten Schlafstörungen bei Schwangeren. Oft sind es aber auch die Gedanken an das Baby, die nachts wachhalten. Da aber gerade in dieser Phase ein guter, erholsamer Schlaf wichtig für Sie ist, sollten Sie ein paar unserer Tipps befolgen.

#1: Die richtige Schlafposition

Grundsätzlich gilt: Sie dürfen in jeder Schlafposition schlafen, solange es für Sie bequem ist. Doch vor allem Bauchschläferinnen dürften mit zunehmendem Bauchumfang sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Auch in der Rückenlage werden Sie wahrscheinlich schwer bis zur Geburt durchhalten, da das Gewicht des Bauches auf die großen Gefäße wie die untere Hohlvene und die inneren Organe drückt – ganz schön schmerzhaft. Gewöhnen Sie sich also möglichst früh an, auf der linken Seite zu schlafen. Das entlastet Ihren Körper und unterstützt zudem die Nieren dabei, Schadstoffe aus Ihrem Körper zu filtern. Das bedeutet konkret für Sie: keine dicken Beine mehr am Morgen! Wenn Sie sich mit dieser Position noch schwer tun, kann ein Stillkissen helfen, das Sie zwischen den Beinen und unter dem Bauch verteilen.

#2: Richtig essen und trinken

Schwangere geben gerne ihren Gelüsten nach. Versuchen Sie dennoch, abends nichts Fettes zu essen. Die leckere, vor Käse triefende Pizza befriedigt Sie zwar für den Moment, aber sie hält den Magen nur unnötig auf Trab und erschwert Ihnen das Einschlafen. Eine leichte Mahlzeit zwei Stunden vor dem Zubettgehen ist ideal. Versuchen Sie außerdem, vor dem Schlafen nicht mehr allzu viel zu trinken. Dafür ist tagsüber genug Zeit! Trinken Sie über den Tag verteilt genug Wasser und ungesüßten Tee.

#3: Treiben Sie regelmäßig Sport

Klar, der Aerobic-Kurs im Fitnessstudio ist in den letzten Wochen der Schwangerschaft nicht mehr so leicht durchzuhalten. Versuchen Sie dennoch, sich ausreichend zu bewegen. Ein kleiner Spaziergang hin und wieder tut es auch. Der tut Ihnen gut und lässt Sie nachts besser schlafen. Außerdem wirken Sie so schon Ihren Schwangerschaftskilos entgegen. Geben Sie Ihrem Körper aber immer genug Zeit, um wieder runterzukommen. Mindestens zwei Stunden sollten zwischen Sport und Zubettgehen schon verstreichen.

#4: Entspannende Bäder

Ein warmes Bad am Abend macht müde und entspannt. Um den schlaffördernden Effekt zu unterstützen, wählen Sie ein Duschbad mit Lavendelduft. Der ist erwiesenermaßen schlaffördernd. Auch der Duft von Geranie, Mandarine und Rose hat eine beruhigende Wirkung. Laden Sie gerne auch Ihren Partner dazu ein, sich mit Ihnen in der Wanne zu entspannen. Lassen Sie sich ein wenig mit einer Nacken- oder Fußmassage verwöhnen. Das haben Sie sich verdient.

#5: Wirken Sie kalten Füßen entgegen

Kalte Füße hindern Sie häufig daran, gut zu schlafen. Diese sorgen bei vielen für einen erhöhten Harndrang. Und mit Harndrang schläft niemand gerne ein. Ziehen Sie also warme Wollsocken an oder nehmen Sie eine heiße Wärmflasche mit ins Bett. Gerne können Sie sich aber auch ein warmes Fußbad vor dem Schlafengehen gönnen.

#6: Bereiten Sie Ihr Schlafzimmer vor

Das mag etwas seltsam klingen, aber Ihr Schlafzimmer könnte einer der Gründe für schlechten Schlaf sein. Zu hohe Temperaturen oder stickige Luft sind wahre Wachmacher, die Sie am Einschlafen hindern. Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte im Idealfall die 20 Grad nicht überschreiten, besser sind 18 Grad. Das schont Ihren Körper und die Stromrechnung. Lüften Sie auch gründlich vor dem Schlafengehen. Reißen Sie für zehn Minuten die Fenster komplett auf und sorgen Sie für Durchzug. So tauschen Sie die abgestandene Luft gegen frische aus. Sie werden feststellen, dass Sie sich sofort viel wohler im Schlafzimmer fühlen werden!

#7: Ausreichend Dunkelheit

Das Schlafhormon Melatonin steuert Ihren Tag-Nacht-Rhythmus und lässt Sie müde werden. Es wird in der Dunkelheit gebildet. Daher sollten Sie Lichtquellen so gut wie möglich eliminieren: Schließen Sie die Rollläden und verbannen Sie blinkende Lichter so gut es geht aus dem Schlafzimmer. Und, auch wenn es schwerfällt: Weg mit Smartphone und Fernseher! Das helle LED-Licht macht Sie ordentlich munter und sorgt dafür, dass Sie noch lange aufgedreht bleiben und nicht abschalten können. Lesen Sie lieber ein Buch bei gedimmtem Licht.

#8: Geburtsvorbereitungskurse

Gerade, wenn Sie Angst vor der Geburt haben, sollten Sie einen Vorbereitungskurs besuchen. Dort erfahren Sie, was bei der Geburt passiert und lernen Übungen, die Ihnen dabei eine große Hilfe sein können. Sie bekommen außerdem die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Partner, guten Freundinnen oder Ihrer eigenen Mutter über Ihre Sorgen und vertrauen Sie sich an. Das kann den psychischen Druck enorm mindern.

Es gibt einige Faktoren, die Sie in der Schwangerschaft wachhalten können. Gerade da sollten Sie aber noch jede Minute nutzen, die Ihnen zum Schlafen bleibt, denn mit Kind sind die ruhigen Nächte schnell Vergangenheit. Unsere kleinen Tipps können einen großen Teil zur Schlafhygiene in der Schwangerschaft beitragen. Probieren Sie sie am besten heute noch aus!