Brotkasten Zirbenholz

Brotkisten aus Zirbenholz sind ein charmanter Blickfang in der Küche und verleihen dem Raum einen besonders aromatischen Duft nach Wald. Schon die alten Bauern wussten um die besonderen Eigenschaften der Zirbe, deren Geheimnis tief verborgen in ihrem Inneren liegt: In Holz, Harz und Nadeln befindet sich das sogenannte Pinosylvin. Mehr erfahren Sie dazu in unserem Beitrag.

  

Inhaltsverzeichnis

  1. Eigenschaften der Zirbe
  2. Holz und Hygiene
  3. Tipps zur Lagerung von Brot und Gebäck

Eigenschaften der Zirbe

Der lateinische Name der immergrünen Zirbe lautet „pinus cembra“, sie gehört zu den Kieferngewächsen (lat. Pinaceae). Der mittelhochdeutsche Begriff „zirben“ bedeutet „sich im Kreise drehen“ bzw. „wirbeln“ und spiegelt wohl die teilweise gedrehte und knorrige Wuchsart mancher Zirben wider. Die Zirbe wird auch als Arbe, Arve, Zirbel oder Zirbelkiefer bezeichnet. Sie wachsen auch zusammen mit Lärchen oder als Reinbestand. Häufig bilden die beiden Baumarten die Waldgrenze. Nachstehend befinden sich einige Merkmale, die zeigen, warum sich Zirben-Brotkästen ideal zur Aufbewahrung von Ihrem Brot und Gebäck eignen.

  

  • Zirbenholz ist widerstandsfähig und hat dennoch eine samtweiche Oberfläche.
  • Eine Brotkiste aus Zirbenholz verleiht der Küche einen wunderbaren Geruch.
  • Außerdem hat es eine natürliche Feuchtigkeitsregulierung.

Bei vielen Menschen wecken der Geruch, aber auch die Wärme, die Zirbenmöbel verbreiten, Gefühle der Geborgenheit, des Zuhause-Seins und der Vertrautheit. Der unvergleichliche Duft sorgt bei uns Menschen für Wohlempfinden und beruhigt. Warum sollten wir nicht ein wenig davon aufnehmen, um in der hektischen Zeit einen Ausgleich zu schaffen?

Holz und Hygiene

Das Geheimnis der Zirbe liegt tief verborgen in ihrem Inneren. In Holz, Harz und Nadeln befindet sich das Pinosylvin, das wunderbar duftet.

Das ätherische Öl Pinosylvin verleiht dem Holz seinen aromatischen und unverwechselbaren Duft.

Lang galt Holz als unhygienisch und man favorisierte Plastikbehälter und Schneidebretter in der Küche. Ein Umstand, der sich mittlerweile wieder zu ändern beginnt. In einer Studie aus den USA wurden Anfang der 1990er Jahre Schneidebretter aus Hartholz und aus Kunststoff verglichen. Holz hat demnach bei der Vermeidung von Kontamination mit Bakterien und auch was die Reinigung betrifft, besser abgeschnitten als die Kunststfoffbretter. Das Thema "Holz und Hygiene" wurde daraufhin weiter in wissenschaftlichen Studien untersucht. Nähere Infos bietet die Plattform Proholz hier

Durch eine Untersuchung einer möglichen antibakteriellen Wirkung von Zirbenholz - durchgeführt am Institut für Genetik und allgemeine Biologie der Universität Salzburg - wurden folgende Erkenntnisse bekannt: 

Fünf Holzarten (Ahorn, Buche, Fichte, Pappel, Zirbe) wurden auf mögliche antibakterielle Wirkung getestet. Mittels einer Abklatsch-Methode, bei der definierte Mengen eines Test-Bakterienstammes (Escherichia coli K12) auf desinfizierte Holz-Schnittflächen aufgebracht wurden, wurden koloniebildende Einheiten als Maß für die bakteriostatische bzw. bakteriozide Wirkung der Hölzer erhalten.

In feuchter Umgebung war eine deutlich höhere bakterienhemmende Wirkung von Zirbenholz sowie eine mäßig bakterienhemmende Wirkung von Fichtenholz festzustellen. Nach einer Versuchszeit von 12-14 Stunden wurde bei den Holzarten Buche, Pappel und Ahorn eine höhere Zahl von Bakterien gefunden. Auf dem Zirbenholz konnten im selben Versuch praktisch keine lebensfähigen Bakterien nachgewiesen werden.

Tipps zur Lagerung von Brot und Gebäck

Wenn Sie sich für einen Zirben-Brotkästen entscheiden, sollten Sie folgende Tipps beherzigen, damit Sie lange Freude daran haben und Ihr Brot lange gut schmeckt:

  

  • Legen Sie ein Backpapier zwischen den Boden des Brotkastens und das Gebäck. Dadurch, dass keine direkten Auflageflächen mit dem Holz entstehen, kann sich kein Feuchtigkeitsstau bilden. Außerdem nimmt das Brot den „Holzgeschmack“ dadurch nicht an.
  • Säubern Sie Ihre Zirbenholz Brotkiste regelmäßig! Wie bereits oben erwähnt, empfiehlt sich hier die Einlage von Backpapier, dieses sollten Sie alle drei bis vier Tage wechseln.
  • Die Brotkiste sollten Sie trocken auswischen, nicht feucht!
  • Brotkästen und -dosen sollten eine dezente Durchlüftung haben und nicht abdichten. Das naturbelassene Zirbenholz atmet und erzeugt im Inneren ein ausgewogenes Klima.
  • Geben Sie Ihr Brot und Gebäck in einen Leinensack oder wickeln Sie es in ein Leinentuch ein. Dadurch können Sie die Haltbarkeit und den Geschmack vom Brot länger erhalten.

Fazit: Zirben-Brotkästen aus naturbelassenem Zirbenholz sind nicht nur dekorativ und riechen gut, sie sind auch besonders praktisch.